Tuareg-Tours Wikipedia


Tuareg

Das Wort Tuareg ist arabisch. Es ist die Mehrzahl von Targia für die Frau und Targi für den Mann, die Bewohner des "Targa".
Targa war der alte Ortsname einer Oase, die in der Südwestsahara zwischen Marokko und Algerien liegt.
Ursprünglich sind die Tuareg Nomaden, mittlerweile sind aber einige von ihnen auch sesshaft geworden.
Die Tuareg sind ein stolzes Volk. Für sie sind alle Menschen gleich, egal woher sie kommen.
Die Tuareg Männer tragen einen Indigo-Schleier, der ihnen auch den Namen "Die blauen Männer der Wüste" einbrachte.
Er dient dazu den Kopf vor der Sonne zu schützen und den Sand aus Augen, Nase und Mund heraus zu halten. Er schützt vor der Austrocknung des Mundes und vermindert das Durstgefühl.
Im Gegensatz zu den arabischen Moslems sind die geschlossenen Ehen momogam.
Die Frauen dürfen früh einen Freund haben, den sie sich auch selbst aussuchen können. Sie können heiraten, wen sie wollen. Auch ein Verstoßen des gewählten Mannes ist möglich, wenn die Frau "genug von ihm" hat. Die Tuareg Frauen sind weitgehend gleichberechtigt. Die Erziehung der Kinder und die Weitergabe der Tuareg-Kultur zählt die Targia zu ihren wichtigen Aufgaben. Sollte ein Mann seine Frau schlagen oder nur beleidigen, ist das ein Scheidungsgrund und die Targia kann sich ohne weitere Probleme von ihm trennen.
Die Tuareg Männer schulden ihren Frauen Respekt, Toleranz, Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Treue. Wenn sie etwas sagt, hört "Mann" auf sie und folgt ihr. Das Wort einer Frau ist genau so viel Wert wie das eines Mannes.
Wenn man in der Sahara unterwegs ist, ist es deshalb nichts Ungewöhnliches, von einer Targia in ihr Zelt oder Haus eingeladen zu werden. Sie benötigt dazu nicht die Erlaubnis des Ehemannes, weil für die Tuareg die Gastfreundschaft heilig und älter als der Koran ist.

Kasbah

Ist die ursprüngliche arabische Bezeichnung für eine Zitadelle.
In Marokko dagegen wird als Kasbah eine Burganlage innerhalb der Medina (Altstadt) bezeichnet, die der Sitz des Stadtfürsten war oder aber zum Königspalast ausgebaut wurde wie etwa in Fès. Unterhalb der Kasbah liegt üblicherweise das jüdische Viertel, die Mellah.
Darüber hinaus heißen in Marokko auch Burganlagen außerhalb von Städten, vor allem im Atlasgebirge so. Sie dienen den örtlichen Berberstämmen als Residenzen. Meist hatten sie auch die Funktion befestigter Kornspeicher − in den Berbersprachen Agadir genannt, wovon sich der Name der marokkanischen Stadt herleitet. Die Gebäude werden aus Lehm errichtet und verfügen über einen mehrstöckigen Zentralbau, der von einer mit Ecktürmen bewehrten Mauer umgeben wird.

Tajine

Die Tajine ist in der nordafrikanischen Küche ein rundes, aus gebranntem Lehm bestehendes Schmorgefäß. Die Tajine wird zur Zubereitung von Schmorgerichten klassischerweise auf ein Holzkohlefeuer gestellt.
Zum Essen wird die Tajine in der nordafrikanischen Küche auf den Tisch gestellt und die Gäste bedienen sich direkt aus dem Gefäß.
Das Wort "Tajine" bezeichnet sowohl das Gefäß als auch Gerichte, die in dem Geäß zubereitet und angerichtet werden. Es werden sowohl deftige Gerichte als auch Süßspeisen mit der Tajine zubereitet.

Couscous

Couscous ist ein Grundnahrungsmittel der nordafrikanischen Küche. Er wird aus befeuchtetem und zu Kügelchen zerriebenem Grieß von Weizen, Gerste oder Hirse hergestellt. Couscous wird zum Garen nicht gekocht, sondern über kochendem Wasser oder einem kochenden Gericht gedämpft. Es ist Hauptbestandteil oder Beilage zahlreicher Gerichte mit verschiedenen Gemüsesorten, wie Tomaten, Karotten, Kürbisse, Zucchini, Kohl, Kichererbsen, und in den meisten Fällen Fleisch, wie Geflügel, Rind, Lamm oder auch Fisch.

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